Obstruktives Schlafapnoe - Hypopnoe-Syndrom (OSAS)

An einem obstruktiven Schlafapnoe - Hypopnoe-Syndrom leiden ca. 2 bis 4% der Menschen, in der Schweiz also ca. 120'000 Personen.
Im Unterschied zur obstruktiven Schlafapnoe findet sich beim Schlafapnoe-Syndrom immer auch eine Tagesmüdigkeit mit entsprechend erhöhter Einschlafneigung, welche beim Fernsehen, im Theater und an Vorträgen lästig ist. Im Strassenverkehr kann es aber zu fatalen Folgen führen. Der berüchtigte Sekundenschlaf ist die häufigste Ursache für Verkehrsunfälle.

Bei den Betroffenen finden sich meistens anatomisch enge obere Luftwege, welche nur im Wachzustand, nicht aber im Schlaf offen sind.

Die Krankheit ist charakterisiert durch einen vollständigen Verschluss der oberen Atemwege während des Schlafes. Diese Atemstillstände führen zu Aufweckreaktionen (bis zu 100mal pro Stunde), mit Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut, gefolgt von einem Anstieg der Herzfrequenz. Die Schlafqualität ist gestört, Tagesmüdigkeit die Folge.
Nikotin, Alkohohl, Medikamente, Übergewicht und das altersbedingte erschlaffen der Weichteile im Gaumen begünstigen diesen Vorgang zusätzlich.
Das OSAS erhöht erwiesenermassen auch das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt, plötzlicher Herztod und Hirnschlag und ist somit eine ernst zu nehmende Krankheit!

Bei Verdacht auf ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom sollte in jedem Fall ein Facharzt konsultiert werden. Insbesondere falls Sie unter folgenden Symptomen leiden:

Mögliche Symptome eines obstruktiven Schlafapnoe - Hypopnoe-Syndromes

Häufigkeit Mögliche Symptome
Sehr häufig
Nicht erholt aufwachen
Häufig
Wiederholtes nach Luft ringendes Erwachen aus dem Schlaf
Häufig
Schlechtes Gedächtnis
Häufig
Konzentrationsstörungen
Möglich
reizbar, depressiv, unruhig
Möglich
Libidostörungen, Impotenz
Möglich
Häufiges nächtliches Wasser lösen
Möglich
Trockener Mund, Sabbern, Knirschen
Möglich
Nächtliche Schweissausbrüche
Möglich
Kopfschmerzen beim Erwachen, wird besser im Laufe des Tages


Behandlungsmöglichkeiten

Ein obstruktives Schlafapnoesyndrom ist eine ernsthafte Erkrankung, welche nicht nur das Risiko für einen erhöhten Blutdruck, Herzinfarkt und Hirnschlag massiv erhöht, sondern auch das Leben Anderer gefährdet, falls Betroffene aktiv am Strassenverkehr teilnehmen.

In die Behandlung eins obstruktiven Schlafapnoesyndromes müssen viele Aspekte einbezogen werden, sie gehört deshalb in jedem Fall in die Hände eines kompetenten Facharztes. Der Goldstandard der Therapie ist die nächtliche Überdruckbeatmung mittels eines sogenannten CPAP-Gerätes. Das Anpassen der Beatmungsmaske, des individuell richtigen Luftdruckes etc. benötigt Geduld und manchmal mehrere Anpassungstermine.

Es gibt Betroffene, welche unter der CPAP-Beatmung unter Nebenwirkungen leiden, welche auch durch sorgfältigste Anpassung kaum überwindbar sind. Diesen Betroffenen kann der Facharzt verschiedene Optionen anbieten. Eine davon ist die Anpassung einer Velumount-Spange und die Erlernung der Velumount-Methode, mit welcher bei 55% der Betroffenen eine Reduktion des Apnoe / Hypopnoe-Indexes um 50 % erwartet werden kann. Die Wirkung der Velumount®-Methode muss bei einem Betroffenen mit Apnoe-Hypopnoe-Syndrom in jedem Fall mit einer fachgerechten Messung der Schlafqualität überprüft und ärztlich begleitet werden. Mit der Gaumenspange Velumount wird der Rachenraum mechanisch offen gehalten und damit das Kollabieren verhindert. Der Erfolg der Velumount®-Methode muss bei OSAS in jedem Fall mit einer polygraphischen Messung überprüft werden!

Lesen Sie, wie die Velumount®-Methode erfunden wurde...